Warum gibt es eigentlich keine elektrische Ape?

12. Dezember 2023

Warum gibt es eigentlich keine elektrische Ape?


Warum in aller Welt gibt es eigentlich keine elektrische APE? Eine Frage, die sicher vielen Retro-Fans und APE-Liebhabern auf den Lippen brennt. Denn ja, das italienische Kult-Dreirad sieht einfach klasse aus und verleiht selbst dem kältesten Wintertag einen Hauch von Sonne, Sommer und Leichtigkeit.


Doch es knattert eben auch ziemlich laut und zieht eine stinkige Abgaswolke hinter sich her. Und das kommt eher nicht so gut an. Weder bei Anwohnern noch bei Marktbesuchern oder Veranstaltern. Schon gar nicht, wenn es um Auftritte in Messehallen geht. Da heißt es dann leider: Die APE muss draußen bleiben. Schade APE!


Aber hat wirklich noch keiner versucht, eine elektrische APE ins Rollen zu bringen? Doch! Den einen oder anderen Versuch gab und gibt es da schon. Wer da was versucht hat und was dabei herausgekommen ist? Das schauen wir uns jetzt mal genauer an.


1) Der Hersteller – Serienmäßige Produktion der „APE E-City“ für den indischen Markt


Eines kann man dem APE-Hersteller Piaggio seit 2019 nicht mehr nachsagen: Dass er sich ÜBERHAUPT nicht um eine Elektrifizierung seines Kult-Gefährts bemüht hätte. Hat er nämlich doch. Allerdings nicht in Europa. Während die APE hierzulande noch immer ausschließlich mit einem Verbrennermotor herum knattert, läuft mit der „E-APE City“ in Baramati (Indien) schon seit Jahren ein Elektro-Modell der Retro-Biene vom Band. In Serie.


Es geht also. In Indien jedenfalls.


Warum der Hersteller noch zögert, ein ähnliches Modell in Europa an den Start zu bringen? Nun, vielleicht liegt es an der ausgeprägten PKW-Fixierung der Europäer und der sträflichen Vernachlässigung von Leichtfahrzeugen durch die Politik.


In Indien hingegen gehören Dreiräder und Roller zu den beliebtesten Fortbewegungsmitteln überhaupt. Das weiß auch die indische Regierung, die mit großzügigen Förderungen dafür sorgt, dass nicht nur Gutbetuchte, sondern auch Geringverdiener sich ein kleines klimafreundliches Elektrofahrzeug leisten können.


Vielleicht liegt es also gar nicht NUR am fehlenden Elan des Herstellers, dass es bisher keine europäische E-APE gibt, sondern auch an mangelnden Anreizen durch die Politik und einem zu gering ausgeprägtem Bewusstsein für die Klima-Power kleiner Elektroflitzer.


Wer weiß…


2) Das Start-up – Biliti Electric holt den GMW Taskmann nach Europa


Was in Indien funktioniert, kann auch in Europa funktionieren. Das dachte sich wahrscheinlich das U.S.-amerikanische Unternehmen Biliti Electric, als es beschloss, den „GMW Taskmann“ nach Europa zu holen.


Das E-Dreirad wird in Indien vom Auftragsfertiger Gayam Motor Works hergestellt und sieht der italienischen APE sehr ähnlich. Gedacht ist das 2,70 Meter lange und 1,28 Meter breite Leichtfahrzeug vor allem für Kuriere und Paketzusteller. Es kann immerhin bis zu 300 Kilogramm zuladen und erreicht bis zu 80 Kilometer Reichweite. Ist der Akku leer, kann er entweder in 3,5 Stunden aufgeladen oder in Minutenschnelle ausgetauscht werden.


Ob sich das kleine Lasteselchen in Europa eine ausreichend große Fangemeinde aufbauen kann, bleibt abzuwarten. In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon hat das Tochterunternehmen GMW Europe den Verkauf jedenfalls schon gestartet. Läuft es gut, soll der Taskmann auch in Portugal produziert und auf weiteren europäischen Märkten eingeführt werden.


Gut möglich also, dass der kleine Kurierflitzer demnächst auch nach Deutschland kommt.


3) Die Liebhaber und Bastler – Elektro-Umbau, Restaurierung & Aufbauten für schöne neue APEN


Dann gibt es da noch die Vollblut-APE-Fans, die alles daran setzen, Ihre Italo-Biene unter Strom zu setzen. Ganz gleich, ob es sich dabei um ein liebgewonnenes Uralt-Modell handelt oder um eine fabrikneue APE, die rundum glänzt und funkelt.


In beiden Fällen gibt es Profis, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die geliebten Retro-Fahrzeuge elektrisch fit und optisch flott zu machen. Während man bei den einen eher pragmatisch an die APE herangeht und sich darauf konzentriert, diese mit einem E-Antrieb auszustatten, geht man bei anderen Anbietern noch einen Schritt weiter.


Von diesen werden rostgeplagte Exemplare genauso umsorgt wie frisch aus Italien eingetroffene Neu-APEN. Es wird nach Kundenwunsch restauriert, auf- und umgebaut, lackiert und foliert. Und wer will – der kann sich eben auch einen Elektromotor in seine APE einbauen lassen. Zum Beispiel, um Platz für einen Kühlkompressor zu schaffen. Etwas, was offenbar viele wollen, seit die populäre APE Gelatini vorgemacht hat, wie´s geht:)


4) ARI Motors – ARI 345 Retro, die einfach andere Elektro-APE


Tja, und dann gibt es da noch was ganz Neues … Etwas, was drei Räder hat und überall, wo es auftaucht, für Sommerfeeling und Kauflaune sorgt.


Also nur für den Fall, dass Sie:


  • finden, dass 75 Jahre Warten lang genug sind
  • und Sie lieber ein nagelneues Funkelfahrzeug haben wollen als eine restaurierte Bastel-APE.

Dann, und nur dann ist DAS hier für Sie: das neue ARI 345 Retro mit geschlossener Kabine!!


Das dreirädrige Lastenmoped sieht genauso schick und schnuckelig aus wie eine klassische APE, fährt sich aber wie ein moderner Roller und kann zuladen wie ein echter Transporter.


Und das alles 100 % elektrisch.


Hurra!


Damit gibt es jetzt endlich endlich endlich eine elektrische Alternative zur Piaggio APE. Und noch dazu eine, die individuell konfiguriert und passgenau gestaltet werden kann. Und zwar ab Fabrik!


Das glauben Sie erst, wenn Sie es mit eigenen Augen gesehen haben?


Dann klicken Sie mal hier und überzeugen Sie sich selbst!